ITIL für unterschiedliche Unternehmensgrößen

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Eine oft gehörte Ansicht ist, dass ITIL nur für große Unternehmen geeignet ist, die umfangreiche Mittel für die Implementierung und die Durchführung der ITIL-Prozesse bereitstellen können.

Tatsache ist aber, dass die ITIL-Grundprinzipien für Unternehmen jeglicher Größe gelten, von großen Kapitalgesellschaften bis hin zu kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Bei kleineren Unternehmen kommt es jedoch umso mehr darauf an, sich bei der Umsetzung auf das Machbare und Sinnvolle zu konzentrieren, da in der Regel weit geringere Budgets zur Verfügung stehen.

Jederzeit ist eine schrittweise ITIL-Einführung möglich.

 

Bessere Ergebnisse bei gleichem Arbeitseinsatz

Wenn ITIL korrekt implementiert wird, entsteht dadurch kein zusätzlicher Arbeitsaufwand. Der Grund für den großen Erfolg von ITIL besteht ja gerade darin, dass dieser Standard nachweislich zu wirtschaftlicheren Arbeitsabläufen führt.

Störungsmeldungen von Anwendern, die von der IT-Organisation erfasst und behoben werden, gibt es z.B. schon immer. Jeder weiß aber auch, dass nicht für jede Störung ein Fachmann eingeschaltet werden muss, sondern dass einfache Fälle von einem Service Desk behandelt werden können.

 

Beispiel: Problem Management für KMU

Manche Unternehmen fürchten, dass zum Betreiben von ITIL zusätzliche Personalressourcen notwendig sind, da ja nach ITIL "Rollen-Inhabern" Zuständigkeiten zugewiesen werden. Dies ist aber nicht so – und würde auch den Leitgedanken von ITIL widersprechen:

Führt man z.B. Problem Management ein, bedeutet dies nicht notwendigerweise, dass man auch einen Problem Manager neu einstellen muss. Es muss nur jemand innerhalb der IT-Organisation dafür verantwortlich sein, die Ursachen immer wiederkehrender Störungen (Incidents) zu ermitteln und dafür Sorge zu tragen, dass diese möglichst schon vorab vermieden werden.

Der Problem Manager nutzt hierzu vorhandene Personalressourcen: Er koordiniert innerhalb der IT-Organisation die Arbeiten zur technischen Analyse der Störungen und zur Behebung der zugrunde liegenden Ursachen, so dass widersprüchliche und unnötige Maßnahmen vermieden werden können. Der Problem Manager trägt also zur raschen Lösung des Problems bei.

Ein solcher Ansatz ist für große und kleine IT-Organisationen gleichermaßen sinnvoll und notwendig. In kleineren Unternehmen könnte die Rolle des Problem Managers jedoch zusammen mit der Rolle des Incident Managers von einer einzigen Person übernommen werden.

 

Beispiel: Change Management für KMU

Eine ähnliche Strategie kann auch beim Change Management angewandt werden, durch das dafür gesorgt wird, ddas für die Koordination der Changes innerhalb der IT-Infrastruktur zu sorgen hat.

Der mit dem Change Management verbundene Aufwand steht in direktem Zusammenhang mit der Größe des Unternehmens, so dass diese Aufgabe in kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) in der Regel weniger umfangreich und leichter zu erfüllen ist.

Hier kann die Rolle des Change Managers möglicherweise von einem leitenden Mitarbeiter aus dem IT-Betrieb mit übernommen werden - der vielleicht gleichzeitig auch die Rolle des Release Managers übernimmt und somit für die Auslieferung der Changes verantwortlich ist.

 

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